Kohleabbau nach bisher schwerstem Beben eingestellt

Gestern mittag kurz nach 16:30 Uhr, hat mal wieder die Erde gebebt. Dieses mal war so stark, dass man es bei uns in Elm noch gut wahrgenommen hat.

saartext.de

RAG zieht Konsequenzen aus Beben

Der Kohleabbau in der Primsmulde Süd
wird bis auf weiteres eingestellt. Da-
mit zieht die RAG Deutsche Steinkohle
AG die Konsequnzen aus dem stärksten
jemals im Saarland gemessenen Beben.

Wie das Unternehmen mitteilte, sollen
nun Gutachter die Ursachen für die
heftigen Erschütterungen ermitteln. Bis
diese geklärt seien, werde in den Stre-
ben 1 und 2 nicht weiter abgebaut.

Nachdem es in der Vergangenheit immer
wieder zu Beben gekommen war, hatte die
DSK begonnen, auf das „Einstrebverfah-
ren“ umzustellen. Die Erschütterungen
haben bisher aber nicht abgenommen.

Müller sprach vor aufgebrachter Menge

Ministerpräsident Müller hat nach dem
schweren bergbaubedingten Erdbeben in
der Region um die Primsmulde Süd von
einer „neuen Qualität“ der Erschütte-
rungen gesprochen.

Vor hunderten aufgebrachten Bergbaugeg-
nern sagte er, die Landesregierung habe
unabhängig von der RAG einen sofortigen
Abbaustopp verfügt. Kommende Woche wer-
de über das weitere Vorgehen beraten.

CDU-Fraktionschef Schreier begrüßte den
Abbaustopp. Die CDU im Landtag kündigte
an, eine Sondersitzung des Wirtschafts-
ausschusses zu beantragen. Auch eine
Landtagssondersitzung sei möglich.

Schweres Beben erschüttert die Region

Die Region um die Primsmulde Süd ist am
Samstagnachmittag vom bisher stärksten
bergbaubedingten Beben erschüttert wor-
den. Nach Angaben der Universität Frei-
burg hatte es eine Stärke von 4,0.

Die maximale Schwinggeschwindigkeit
wurde nach DSK-Angaben mit 93,5 mm/s in
Saarwellingen gemessen. Die Feuerwehr
teilte mit, dort seien große Steinorna-
mente vom Kirchturm gestürzt.

Auch mehrere Schornsteine seien einge-
stürzt. Durch herabstürzende Dachziegel
wurde ein Auto beschädigt. In Teilen
von Saarlouis fiel der Strom aus. Über
Verletzte gibt es keine Informationen.

faz.net

Erdbeben durch Kohleabbau

23. Februar 2008 Ein Erdbeben der Stärke 4,0 hat am Samstag Teile des Saarlandes erschüttert. Es habe sich um das stärkste jemals durch Kohleabbau im Saarland ausgelöste Beben gehandelt, teilte die RAG Deutsche Steinkohle AG mit. Dabei gab es nach Angaben der Polizei in Saarbrücken Sachschäden an Gebäuden, nach ersten Erkenntnissen wurde aber niemand verletzt.

Die Deutsche Steinkohle AG kündigte am Abend an, den Kohleabbau im betroffenen Gebiet Primsmulde Süd bis auf weiteres zu stoppen. Durch das Beben wurde eine Kirche beschädigt. Ein Auto wurde von Teilen eines herabstürzenden Schornsteins getroffen. Meist handele es sich bei den Schäden um locker gewordene Schornsteine oder herabgefallene Dachziegel, berichtete die Polizei in Saarlouis. In Teilen der Stadt fiel der Strom aus. Das Beben sei im ganzen Landkreis Saarlouis zu spüren gewesen.

spiegel.de

Kohleabbau löst Erdbeben mit Stärke 4,0 aus

Das Beben gilt als das bisher schwerste, das jemals durch den Bergbau ausgelöste wurde: Am Samstag wurde das Saarland durch ein Erdstöße der Stärke 4,0 auf der Richterskala erschüttert. Menschen blieben unverletzt, doch es entstand Sachschaden in bisher unbekannter Höhe.

Saarlouis/Berlin – Das Zentrum lag bei der Gemeinde Saarwellingen, etwa 20 Kilometer nordwestlich der Landeshauptstadt Saarbrücken. Die Einsatzleitung der Polizei in Saarlouis sprach von Stromausfällen und Gebäudeschäden. Nach Erkenntnissen der Behörden wurde niemand verletzt.
Anwohner berichteten von vor Angst schreienden Kindern. Bilder und Lampen seien von Wänden und Decken gestürzt. Geflickte Mauerrisse von früheren Erdeben brachen wieder auf, weitere bildeten sich neu. Ein Auto wurde durch einen abstürzenden Schornstein getroffen. Mehrere weitere Schornsteine gelten als einsturzgefährdet.

Eine Kirche in Saarwellingen durfte wegen herabgefallener Steine nicht mehr betreten werden. Nach Einschätzung eines Gutachters ist das Gotteshaus jedoch nicht in seiner Standfestigkeit bedroht.