Amateur-Konkurrenz

Anscheinend gibt es immer mehr blogs von Journalisten von diversen Medien. Allerdings ist die von Oben verodnete bloggerei von professionellen Journalisten nicht so beliebt wie es scheint. Meist sind sie langweilig oder schlecht, lustlos geschrieben.

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Bloggen ist ganz einfach und bietet unheimlich viele Möglichkeiten, heißt es. Wenn Journalisten für ihre Medien bloggen, scheint alles nicht mehr so locker zu sein. Das Publikum fängt schnell an zu nörgeln oder beachtet die Angebote der Profis kaum. Und für beide ist dann der Spaß oft schnell vorbei.

Für einige Journalisten könnte es ein böses Erwachen geben: „Sie erkennen, dass Leser ihr Geschreibe öde finden und bei Blogs die gewohnte einseitige Kommunikation nicht schätzen. Verachtung und Desinteresse werden vom Leser mit gleicher Münze heimgezahlt“. Dass sich einige Journalisten negativ bzw. bar jeder Kenntnis über die Blogosphäre äußerten, macht die Sache für ihre Kollegen nicht einfacher. Für den „Klassiker“ sorgte Spiegel Online-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron: „99 Prozent der Blogs“ sind für ihn „einfach nur Müll oder zumindest journalistisch nicht relevant“, sagte er in einem Interview. Der Journalist Mario Sixtus sieht darin ein Zeichen von Nervosität: „Die publizistische Zunft kannte bislang eines kaum: Amateur-Konkurrenz.“


99 Prozent Müll? Journalisten kritisieren Weblogs

Mit seiner Aussage, „dass 99 Prozent der Blogs einfach nur Müll oder zumindest journalistisch einfach nicht relevant sind„, hat Spiegel Online-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron einige Blogger empört. Mario Sixtus schreibt hierzu in seinem Beitrag „Die ungleichen Brüder“ bei heute.de: „Ein Grund für das Unbehagen, welches sich aus solcherlei Äußerungen gestandener Medienmenschen herauslesen lässt, dürfte darin liegen, dass die publizistische Zunft bislang eines kaum kannte: Amateur-Konkurrenz.“

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